VAKOMA Magdeburg

1869:

Am 1. Februar wurde die spätere VAKOMA® unter der Firma "Koch, Bantelmann & Paasch" in Magdeburg gegründet. Die Produktangebote reichten vom Rohrkrümmer über Armaturen bis zu verschiedensten Kompressoren, großen Dampfmaschinen und Vakuumpumpen.

1871:

Erweiterung der Gebäude zur Schaffung neuer Produktionskapazitäten.

1881:

Kauf der angrenzenden "Brauerei Kühne". Deren Gebäude wird für den Versand umgebaut und ist somit das ältesten Gebäude des Betriebes, denn es wurde bereits 1864 errichtet.

1885:

Beginn der Produktion von Duplexpumpen.

1901:

Zukauf weiteren Geländes, so dass das endgültige Gesicht des Betriebes hergestellt wurde.

1922:

Rechtsformänderung zur Kommanditgesellschaft mit nunmehr sechs Kommanditisten.

1930:

Während der Weltwirtschaftskrise geht die VAKOMA® eine Kooperation mit der Pumpenherstellerfirma "Klein, Schanzlin & Becker" ein.

1936:

Die Firma "Koch, Bantelmann & Paasch" beendet die Kooperation. Es beginnt eine neue Etappe mit der Rechtsformänderung zur GmbH.

1940:

Die "Berliner Maschinenfabrik" übernimmt die Gesellschaftsanteile der "Koch, Bantelmann & Paasch GmbH".

1945:

Trotz gewaltiger Zerstörungen in der gesamten Stadt, bleibt die Fabrik in der Weststraße 6 im Magdeburger Stadtteil "Buckau" weitgehend erhalten.

1946:

Mit der Reparatur von Dampfmaschinen, Kompressoren, Pumpen und Armaturen beginnt allmählich wieder die Produktion nach dem Krieg.

1953:

Die Fabrik wird durch die sowjetische Besatzungsmacht enteignet und wird Teil des neuen VEB-Betriebes "Einheit", zudem der VEB Buntmetallguss, VEB Vakuumpumpen- und Kompressorenbau Magdeburg, VEB Mühlenbau Magdeburg, VEB Ofen- und Herdbau und VEB Transportgerätebau gehörten.

1955:

Zusammen mit dem VEB Buntmetallguss aus Magdeburg konnte sich die VAKOMA aus dem zwangsweisen Verband lösen und arbeitete seitdem unter dem Namen "VEB Vakuumpumpen- und Kompressorenbau Magdeburg".

1956:

Das Exportgeschäft wird wieder aufgenommen. Insbesondere die Vakuumpumpen des Typs VP-R 250 werden exportiert. Die Produktionstechnologien werden deutlich verbessert und der Maschinenpark wird modernisiert.

1957:

Der VEB Buntmetallguss wird von der VAKOMA® Ende 1957 als Werk II übernommen.

1963:

Neue Produkte, so unter anderem die Duplexdampfpumpe, werden entwickelt und in das Sortiment aufgenommen. Die Kolbenvakuumpumpen werden mit den Serien HS und HL wesentlich weiterentwickelt und auch in großem Umfang exportiert.

1970:

Gründung des Kombinates Pumpen und Verdichter Halle, in den der VEB Vakuumpumpen- und Kompressorenbau Magdeburg eingegliedert wird. Er verliert dabei seine juristische Selbstständigkeit. Weitere Betriebe des Kombinates sind das Pumpenwerk Halle, Zwickauer Maschinenfabrik, Pumpenfabrik Oschersleben und das Pumpen- und Gebläsewerk Leipzig.

1970:

Die Weiterentwicklung und Fertigung von vierstufigen Hochdruckkompressoren des Typs A4, Spezialverdichter für Trenneranlagen im Energiebereich, wird nach Übernahme aus dem Geraer Kompressorenbau begonnen. Sie kommen in großer Zahl in der damaligen DDR und in den Ländern Polen, Tschechoslowakei, Bulgarien, Cuba, später auch in Ägypten und Pakistan, sowie in anderen Ländern in über 3000 Exemplaren zum Einsatz, wo sie bis heute noch in beträchtlichem Umfang ihren Dienst versehen.

1985:

Eine Kleinverdichterfamilie wird in Kooperation mit dem Kompressorenbau Benneckenstein entwickelt und geht in Produktion. Voraussetzung dafür war die Neuerrichtung einer Druckgussgießerei. Mit den Kleinverdichtern wird eine breite Konfektionierung zu Komplettanlagen für ein vielschichtiges Einsatzspektrum möglich.

1990:

Am 1. März 1990® erlangt die VAKOMA durch Eintragung im Handelsregister ihre juristische Selbständigkeit nach dem Treuhandgesetz zurück.

1990:

Es erfolgt die Privatisierung an die Firma S. Schumacher GmbH. Die Druckgussgießerei wird juristisch ausgegliedert und damit selbstständig.

1991:

Die Kleinverdichterfamilie wird überarbeitet, patentiert und maßgebliche Anteile werden über die Firma "Elektra Beckum" aus Meppen, vermarktet. Die Produktlinien, wie Hochdruckverdichter und Vakuumpumpen werden fortgeführt. In Folge der Marktveränderung wird die Dampfpumpenproduktion eingestellt und die Kolbenvakuumpumpenproduktion geht maßgeblich zurück.

1993:

Verkauf von 50% der Gesellschaft an M. Feldhoff- Industrie- u. Wirtschaftsberatungsgesellschaft in Gummersbach. Die anderen Teile gehen zu je 25% an die Söhne Peter und Volker Schumacher.

1994:

Es erfolgt die Entwicklung, Produktion und internationale Vermarktung von Freilaufrückschlagventilen nach der Lizenz von Odendahl.

1996:

Das Unternehmen geht in Folge von wirtschaftlichen Fehlschlägen, auch verbunden mit der Insolvenz der "Elektra Beckum" und Lizenzstreitigkeiten in Gesamtvollstreckung.

1996:

Ein neuer Anfang wurde mit der Ausgründung der VAKOMA® Hochdruckverdichter GmbH durch Mitarbeiter gewagt.

2000:

Die Firma erfährt einen erneuten Gesellschafterwechsel und bezieht einen neuen Standort, in der Olvenstedter Chaussee 9 in Magdeburg, der für künftige Entwicklungen genug Raum lässt. Neuer Eigentümer wird gemäß Handelsregistereintragung am 24. Oktober, Herr Gerhard Krossing.

2001:

VAKOMA® wird erstmals als Marke ® geschützt.

2002:

Das Sortiment wird neben den Hochdruckverdichtern A4 wieder um Vakuumpumpen, Kleinverdichter und völlig neu mit Steuerungen erweitert.

2003:

Für das Land Cuba und die Karibik wird mit der Firma „Achse“ in Havanna ein neuer Vertreter eingesetzt.

2004:

Aus Gründen dieser Sortimentserweiterung erfolgt eine Änderung des Firmennamens in VAKOMA® GmbH. Die Produktion von schweren Vakuumpumpen mit einer Leistung von 4.000 m3/h wird erfolgreich realisiert.

2005:

Die entwickelten Steuerungen bewähren sich im Alltagsbetrieb und finden breitere Anwendung für die Modernisierung von Kompressorstationen. Mit der Deutschen Bahn AG kommt ein langfristiger Vertrag für die Modernisierung vom umfangreichen Kompressorstationen zu Stande.

2006:

Die Entwicklung von Stirnradgetrieben wird neu in das Programm aufgenommen und die Produktion organisiert. Neu entwickelte Getriebe gelangen zur Auslieferung. Für das EU-Land Polen wird mit der Firma „Energotech“ in Warschau ein neuer Vertreter eingesetzt.

2007:

Die Entwicklungskapazität für Getriebe wurde deutlich erweitert um alle Anforderungen gerecht zu werden und die Konstruktionen mussten infolge der Markterfordernisse auf komplexe Antriebslösungen erweitert werden. Es erfolgt der Beitritt als Mitglied zum Branchenverband VDMA.

2008:

Im Zuge der Systematischen Digitalisierung des Zeichnungsbestandes erfolgen Weiterentwicklungen für bewähre Produkte. In Kooperation mit dem Fraunhoferinstitut werden Methoden der Virtualisierung von Projektlösungen für Öfen- und Mühlengetriebe entwickelt. Ablösungen für diverse große Mühlengetriebe werden konstruiert, gebaut und ausgeliefert.

2009:

Eine Personelle Verstärkung im Projektmanagement ist die Folge wachsender Anforderungen und um auch Chefmontagen im Ausland sicherzustellen. Ein längerfristiges Forschungsprojekt im Getriebebau wird in Angriff genommen. Es erfolgte der Beitritt zur Forschungsvereinigung Antriebstechnik.

 

 

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